Seien Sie herzlich willkommen auf der Homepage der Evangelisch - Lutherischen Kirchgemeinde in Zöblitz. Auf diesen Seiten erhalten Einblicke in unser Glaubensleben und erfahren Interessantes zur Baugeschichte und Ausstattung der Zöblitzer Kirche. Wussten Sie zum Beispiel, dass ein berühmter Baumeister die Orgel angefertigt hat ? Nun wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf diesen Seiten, und würden uns freuen, Sie bei einer unserer vielfältigen Aktivitäten begrüßen zu dürfen.
Evangelisch-Lutherische                   Kirchgemeinde  Zöblitz Gottesdienste & Aktuelles Die Predigten der Gemeinde auch zum  Nachhören  auf
Mit dem Zusammenschluss unserer Kirchgemeinde mit Lauterbach wurde eine gemeinsame Homepage, www.heilandskirchgemeinde.de erschaffen, auf der man alle Infos und Termine unserer beider Kirchgemeinden findet.
Neuigkeiten aus unserer Gemeinde Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leser. leider haben die Coronainfektionen in unserer Region sehr stark zugenommen. Wir wollen es trotzdem allen ermöglichen, weiterhin unsere Gottesdienste zu besuchen. Aus diesem Grund bitten wir i Sie, die „AHA-Regeln" einzuhalten (Abstand, Hygieneregeln, während des gesamten Gottesdienstes einen Mund-Nasen-Schutz) und die ausliegenden Kontaktkarten nach jedem Gottesdienst ausgefüllt abzugeben. (Diese werden dann nach rund zwei Wochen vernichtet.) Kirchenmusik darf ab der Überlastungsstufe leider nur sehr eingeschränkt stattfinden. Deshalb müssen Kurrende und Chorproben ausfallen. Das heißt auch, dass die üblichen Advents- und Weihnachtsmusiken nicht wie geplant durchgeführt werden können. Wir wolen sie trotzdem nicht ausfallen lassen und bemühen uns um ein schönes Alternativprogramm. Bitte beachten Sie die Aushänge. Leider lässt es sich bei so vielen Infektionen in unserer Region kaum vermeiden, dass sich unsere Kreise nur mit ,3G" (geimpft, genesen, getestet) und ab der Überlastungsstufe nur mit 2G" (geimpft oder genesen) treffen können. Bitte sprechen Sie mich oder unsere Mitarbeiter bei Fragen an. Ich selber habe mich vor langerer Zeit impfen lassen, um mich selbst, meine Familie und meine Nächsten zu schützen. Ich bin darum gerne bereit, Gemeindeglieder zum Hausabendmahl zu besuchen, falls diese nicht in die Kirche kommen können. Bitte melden Sie sich bei mir. (Außerdem möchte ich Ihnen Mut machen, sich zum eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Nächsten auch selbst impfen zu lassen.) Zurzeit bin ich als Pfarrer für die vierehemals selbstständigen Gemeinden Zöblitz und Lauterbach sowie als Vakanzvertreter für Pobershau und Kühnhaide zuständig. In Lauterbach gibt es einen Besuchsdienst, der z.B. zu Geburtstagen Gemeindeglieder besucht. Im Moment ist es mir leider kaum möglich, zu runden Geburtstagen zu Besuch zu kommen. Das bedauere ich. Darum möchte ich Sie fragen, ob Sie Ihre Gemeinde im Besuchsdienst unterstützen und älteren einen Segenswunsch bringen können? Bitte melden Sie sich bei mir oder im Pfarramt. Ganz besonders bitte ich Sie, mich anzurufen, wenn Sie für sich oder einen Bekannten einen Besuch von mir als Pfarrer wünschen. Ich werde dann mit Ihnen einen Termin vereinbaren. Weiterhin lade ich zu Morgenandachten auch per Telefon ein. Diese finden im Pfarrsaal Zöblitz und am Telefon an folgenden Mittwochen ab 9.30 Uhr statt: 15. und 22. Dezember, 12., 19., 26. Januar 2021 und am 2. Februar (Lichtmess). Wie können Sie telefonisch teilnehmen? Wählen Sie etwa ab 9.25 Uhr folgende Telefonnummer: 089 380 387 19, warten Sie die kurze (englische) Ansage ab und tippen Sie dann folgende PIN: 1630 8869 48# (mit dem Rautezeichen # am Schluss), Gottes Segen wünscht Ihnen, Ihr Plarrer
GEISTLICHES WORT Warum beten? Schon lange vor der Reichsgründung durch Otto von Bismarck gab es die internationale Allianzgebetswoche. Morgen beginnt sie wieder, zum 176. Mal. Aus unterschiedlichen Kirchen kommen wir zum Beten zusammen, diesmal unter dem Motto: „Der Sabbat – Leben nach Gottes Rhythmus“. Wozu aber beten? Ist das nicht eher so eine „aussterbende Kulturtechnik“, ähnlich dem Klöppeln? Beides wird ja oft bewundert, aber viel zu selten erlernt und praktiziert, denn wirtschaftlich ist es nicht nötig. Kennen Sie Anton Günthers Worte über sein Vaterhaus, „dort wu mei Mutter mir als Kind is Baten hot gelehrt“? Heute kenne ich kaum Kinder, die bei ihren Eltern beten lernen (können). Ist Beten also tatsächlich eine aussterbende, nicht mehr nötige Kulturtechnik? Im Gegenteil. Es ist notwendig, gerade weil es wirtschaftlich unnötig ist, so wie eben auch der Sabbat, an dem sich die Allianzgebetswoche in diesem Jahr orientiert: Am Sabbat ist praktizierenden Juden jede Form der Arbeit verboten. Volkswirtschaftlich ist das vielleicht unverständlich, aber für Menschen ist dieser regelmäßige Ruhetag ein Segen. Der Begriff Sabbat taucht übrigens das erste Mal in der Bibel unmittelbar nach der Befreiung Israels aus der Sklaverei auf (2. Mose 16, 23). Das ist kein Zufall. Denn die ehemaligen Sklaven sollen ihre Freiheit und Würde weder vergessen noch verlieren. In Ägypten waren sie ja als Sklaven nur so lange etwas wert, wie sie arbeiten konnten. Jeder Sklave galt nur als ein Werkzeug mit Hirn. Für Werkzeuge aber gilt bis heute: Wenn eine Reparatur sich nicht lohnt, schmeißt man sie auf den Müll. Darum soll Israel wöchentlich den arbeitsfreien Sabbat halten, um nie zu vergessen: Auch ohne Arbeit, auch ohne Leistungskraft, auch krank, kaputt, arm oder arbeitslos ist jeder Mensch wertvoll, hat jeder Würde und Wert. Eigentlich beginnt Gottes Idee mit dem Sabbats schon mit der Erschaffung der Welt. Denn ganz am Anfang der Bibel lese ich in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott den siebenten Tag segnete und heiligte, weil er an ihm von allen seinen Werken „ruhte“. Hebräisch klingt hier das Wort für den „Sabbat“ durch (1. Mose 2,3). Das heißt also: Wir sollen wie Gott regelmäßig von unserer Arbeit ruhen und auf diese Weise Gott nachahmen. Denn wir sind keine Sklaven: Gott schuf uns frei. Wir sollen frei leben und andere frei leben lassen. Wenn wir aber den Wert eines Menschen von Arbeitskraft oder Gesundheit abhängig machen, wird ein Rentner zum alten Eisen degradiert und ein Arbeiter zum Werkzeug. Menschen sind keine Werkzeuge! Wir sind Gottes Kinder! Darum entdecke für Dich den unnötigen Ruhetag. Verplempere ihn nicht im grauen Einerlei! Mach‘s wie Gott, segne den Tag und ruhe. Halte ihn frei. Das wird nicht immer möglich sein, aber damit wir nicht zu Sklaven unseres Alltags werden, hat Gott gab Gott uns eigentlich unnötige, aber tatsächlich notwendige Dinge wie den wöchentlichen Ruhetag und das Gebet. Denn wir sollen frei als Kinder Gottes leben und frei werden wie Gott im „ Leben nach Gottes Rhythmus“. Unser Autor ist Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Zöblitz Von Wolfram Rohloff