Gedanken von unseren Pfarrer:
Liebe Leser, Glocken laden zum Gebet ein und machen auf Wichtiges aufmerksam. Darum werden am 21. September um 18.00 Uhr fast alle Glocken Europas 15 Minuten lang läuten, um auf das Ende des Ersten Weltkriegs (im November) 1918 zu erinnern. Bereits für 17.45 Uhr laden wir zum Friedensgebet ein und werden ein Gebet der Christen in Coventry beten: Coventry war eine mittelalterliche Stadt in Zentralengland. Unter dem Decknamen „Unternehmen Mondscheinsonate“ ließ Hitler sie 1940 mit Bomben zerstören: hunderte Menschen, tausende Häuser und auch die mittelalterliche St.-Michaelskathedrale wurden Opfer dieses Angriffs. Die Christen aus Coventry erkannten für sich in der Zerstörung ihrer Stadt den Auftrag, den Teufelskreis von Hass und Gewalt zu durchbrechen: Nach dem Krieg setzten sie sich für Frieden und Versöhnung mit dem besiegten Feind Deutschland ein, später für Frieden weltweit. Sie sprachen als erstes folgendes Gebet, das jeden Freitag in der Ruine der St.-Michaelskathedrale in Coventry und vielen Kirchen weltweit gebetet wird: Friedensgebet von Coventry Wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhms, den wir bei Gott haben sollten. Darum lasst uns beten: Vater, vergib! Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse: Vater, vergib! Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist: Vater, vergib! Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet: Vater, vergib! Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen: Vater, vergib! Unsere mangelnde Teilhabe an der Not der Heimatlosen und Flüchtlinge: Vater, vergib! Die Sucht nach dem Rausch, der Leib und Leben zu Grunde richtet: Vater, vergib! Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen, nicht auf Gott: Vater, vergib! Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen, dass wir mit dir und miteinander in Frieden leben. Darum bitten wir dich um Christi willen. Amen.
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