Gedanken von unseren Pfarrer:
unsere Kirche auf
Liebe Ansprünger, Grundauer, Neusorger, Sorgauer und Zöblitzer, liebe Leser, ich sehe viel Dunkelheit und Finsternis in unserem Land. Von welcher Finsternis sprichst Du? Die, die Udo Lindenberg in einem Song so umschreibt: „Sie wollte Wärme – und die Heizung wurde angestellt.“ Zwar haben wir so viel Licht wie noch nie um uns herum: Den LEDs, Energiesparlampen, Neonröhren und aussterbenden Glühbirnen sei Dank! Aber die Finsternis in uns wird dadurch nicht heller: Ich denke an böse Worte über andere, Hassbotschaften und so genannte „Shitstorms“ im Internet, Morddrohungen -nicht nur gegen Politiker- und Morde. Siehst Du das nicht zu pessimistisch? Ich halte das leider für ausgesprochen realistisch! Öffne Deine Augen, und sieh in unser Land, in Dein Herz: Ich sehe bei uns und bei mir selbst viel Finsternis. Unsere Vorfahren, die Bergleute im Erzgebirge wussten, wie mächtig und verlockend die Finsternis ist: Darum beteten sie vor jeder Einfahrt zu Gott und feierten vor Weihnachten in der Grube Gottesdienst: Mettenschicht. Heute ist diese eher eine Veranstaltung für den Bauch als eine für die Seele. Aber die Finsternis muss nicht bleiben: Wer im Dunkeln lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott. Jesaja 50,10 Auf dem Farbumschlag siehst Du ein leuchtendes Fensterbild mit dem Kind in der Krippe. Wenn Du Dich an dieses Kind in der Krippe bindest, Dich zu ihm hinstellst, also z. B. Deine Taufe nicht vergisst, wird sein Licht Deine Finsternis hell machen: Jesus Christus wird Dein Leben, Deine Worte, Deine Taten verändern. Paul Gerhard dichtete (EG 37, 3): Ich lag in tiefster Todesnacht, / du warest meine Sonne,die Sonne, die mir zugebracht / Licht, Leben, Freud und Wonne.O Sonne, die das werte Licht / des Glaubens in mir zugericht’,wie schön sind deine Strahlen! Und das wünsche ich Dir von Herzen, dass Jesus Christus Deine Finsternis erhellt und vertreibt! Gott bewahre Dich! Dein Pfarrer Rohloff