Gedanken von unseren Pfarrer:
unsere Kirche auf
Konzentriert betritt der Arzt das Zimmer, blickt gefasst in die Runde und spricht so ernst wie leise und doch für alle gut hörbar: „Es besteht keine Hoffnung. Es tut mir leid.“ Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag… Zahlreiche Novemberfeiertage erinnern an die letzten Dinge, an den eigenen Tod, der (noch) aussteht, den Tod der Eltern, mancher Freunde, Nachbarn, Geschwister, Kinder (!), die gestorben sind: „Es besteht keine Hoffnung. Es tut mir leid.“ „Ben Afang on ben End sei mir alle z'samm gleich!“, sang Anton Günther. Der Tod als großer Gleichmacher? Ist er das? Ich denke an Trauerfeiern, wo Angehörige nur zurück schauen konnten auf das, was einmal war und nun für immer vorbei ist. Ich sehe andere vor mir, die sich nicht mit dem Tod beschäftigen können, den Tod nicht in ihr Leben lassen wollen, weil sie keine Hoffnung haben. Wir wollen euch aber, Brüder und Schwestern, nicht im Ungewissen lassen über die, die da „schlafen“, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die da entschlafen sind, durch Jesus mit ihm führen, schreibt Paulus den Christen in Thessalonich, die über den unerwarteten Tod von Freunden bestürzt sind (1. Thessalonicher 4, 13-14). Wenn es stimmt, oder vielleicht vorsichtiger, denn das Sterben ist eine ernste Sache, falls es also stimmt, dass Jesus auferweckt wurde ins ewige Leben, dann wird er auch uns, die wir zu ihm gehören, mit sich ins Leben führen und nicht im Tod lassen. Besteht wirklich keine Hoffnung für die, die da „schlafen“? Hiob bekennt: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, Georg Friedrich Händel bekennt mit Hiobs Worten im Messias: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! https://www.youtube.com/watch?v=pbZoF12rAf4 Auch moderne Künstler wie Lother Kosse singen: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! https://www.youtube.com/watch?v=8J0hmgWYzkQ Und ich stimme mit ein und bekenne wie Hiob: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Ihr Pfarrer Rohloff P.S. Unter den angegebenen Internetadressen können Sie die erwähnten Musikstücke anhören.